Lost Place in Mettmann? Leerstand Georg-Fischer-Straße und das Projekt „Lindenpark“

In der Georg-Fischer-Straße stehen 10 Häuser leer. Von außen zeigen sich bereits Erscheinungen, die an einen Lost Place erinnern lassen. Blickt man durch die Fenster der Erdgeschosswohnungen, sieht man Räume, die zumindest auf den ersten Blick noch verhältnismäßig gut aussehen. Wie es sich um Anschlüsse und Technik verhält, kann man nicht erkennen.

Schon seit über 5 Jahren plant der Mettmanner Bauverein das Neubauprojekt „Lindenpark“. Eine Klage des Unternehmens Fondium gegen das Bauvorhaben wurde im letzten Jahr zurückgezogen. Somit könnte der bereits im Juni 2020 beschlossene Bebauungsplan umgesetzt werden. Demnach sollen 120-125 neue Wohnungen – davon knapp 20% sozialer Wohnungsbau – entstehen.

Wann und ob hier neue Wohnungen entstehen werden, ist ungewiss. Der Mettmanner Bauverein müsse das Projekt Lindenpark sorgfältig überprüfen, hieß es im vergangenen Jahr. Dabei könne schlimmstenfalls herauskommen, dass es sich so nicht realisieren lässt. „Denn mittlerweile hat sich alles verändert: Baukosten, Verfügbarkeit von Baumetrial und Baufirmen und unsere Finanzierungsmöglichkeiten.“

Die Wählergemeinschaft M.U.T. hat sich mit einem Schreiben an den Mettmanner Bauverein gewandt, um sich über den aktuellen Sachstand zu erkundigen und die Frage zu klären, ob die Möglichkeit gesehen wird, die leerstehenden Wohnungen zur dringenden Bedarfssicherung – eventuell auch nur vorübergehend, bis über eine Realisierung des Projekts Lindenpark entschieden wurde, zur Verfügung zu stellen.

Letztlich geht es darum, dass Bewegung in die Sache kommt. Leerstand und Stillstand kann niemand wollen. Mettmann benötigt bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen – daran dürfte kein Zweifel bestehen.

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