Schul- und Sportzentrum „Auf dem Pfennig“: Klärung offener Fragen

Völlig überraschend steht mit einem Schul- und Sportzentrum „Auf dem Pfennig“ eine neue Variante im Raum, die erst letzte Woche vorgestellt wurde. Diese sieht einen Neubau der Gesamtschule auf bisheriger Ackerfläche (Am Krumbach / Hasseler Str. / Auf dem Pfennig) vor, während die Otfried-Preußler-Schule künftig im Gebäude der Carl-Fuhlrott-Realschule, welches saniert werden soll, unterkommen soll. Die Gebäude der OPS und ehemaligen AFS sollen abgerissen werden. Es ist zunächst positiv, dass es neben den bisherigen Varianten nun einen weiteren Vorschlag gibt, der viele Vorteile und Potenziale kennt, die man durchaus teilen kann. Um das Vorhaben abschließend bewerten zu können, benötigt es aus unserer Sicht aber noch der Klärung offener Fragen.

Hierzu hat die Verwaltungsspitze im gemeinsamen Ausschuss für Schule und Bauen letzten Dienstag den Fraktionen die Möglichkeit eröffnet, ihre Fragen bis Freitag einzureichen und im Rahmen eines für nächsten Mittwoch angesetzten Austausches, an dem neben der Politik auch die betroffenen Schulen, Schulpflegschaften und der Bürgerverein Metzkausen eingeladen sind, zu erörtern. Das Angebot finden wir gut und nehmen es gerne an. Zusätzlich haben wir angeregt, auch die örtliche Presse zum Termin einzuladen, weil das Thema sowie die Fragen und Antworten von öffentlichen Belangen sind.

Unsere Fraktion hat folgende Fragen eingereicht:

– Wie gestaltet sich die Verkehrsplanung? Ist mit Umbauarbeiten an der Hasseler Straße (L 156) oder den Knotenpunkten in der Umgebung zu rechnen und welche Kosten sind hierdurch zu erwarten?

– Wie gestalten sich die Energieversorgung und der Anschluss an das Wasser- bzw. Abwassernetz, halten die Kanalnetze der zu erwartenden Belastung Stand oder müssen sie erweitert bzw. ausgebaut werden? Welche Maßnahmen müssen erfolgen und mit welchen Kosten ist hier zu rechnen?

– Wie groß ist die Grundstücksfläche insgesamt, wie viel Fläche soll davon versiegelt werden und wie wirkt sich die Bodenversiegelung auf Entwässerung und Starkregenrisiko aus? Welche Maßnahmen (z.B. Retentionsdächer, Regenrückhaltebecken, Versickerungsbauwerke) werden überlegt? Wurde bereits eine Baugrunduntersuchung durchgeführt?

– Welche gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren und welche weiteren Schritte werden erforderlich um das Projekt baulich umzusetzen?

– Welche Herstellungs- und Erschließungskosten fallen bei Umsetzung des Projekts insgesamt an?

– Mit welchen weiteren Kosten ist nach Fertigstellung der Gebäude z.B. für Einrichtungsgegenstände, Ausstattung, sonstiges Inventar zu rechnen?

– Welche dringend benötigen Nutzungen könnten auf der Fläche neben der Gesamtschule oder an der Kirchendelle noch untergebracht werden? Wie ist in diesem Zusammenhang der Sachstand der angefangenen Änderung des  Flächennutzungsplans 38 von 2011?

– Welche Restbuchwerte müssen bei Umsetzung des Projekts in welchem Jahr und in welcher Höhe gegen die allgemeine Rücklage ausgebucht werden?

– Welchen Preisstand hat die derzeitige Kostenschätzung und mit welchen (inflationsbedingten) Preissteigerungen rechnet die Stadt bis zum Baubeginn? Mit welchen Folgekosten ist nach Umsetzung des Projekts zu rechnen?

– Wie sieht die kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungsübersicht des Projekts aus und wie wird die Finanzierbarkeit dargestellt?

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